Weltweite Bedeutung

Die meiste Schokolade wird in Europa gegessen, dabei steigt der Pro-Kopf-Verbrauch, desto weiter man in den Norden kommt.

Spitzenreiter beim Schokoladenverzehr sind aber nicht die Länder Skandinaviens, sondern die Schweiz und Deutschland.

Kakao war ursprünglich am Amazonasgebiet beheimatet, wird heute jedoch in tropischen Gebieten bis etwa 20 Grad nördlicher und südlicher Breite angebaut. Nur in diesem Gebiet ist das Klima ausreichend warm und feucht.

Die Verarbeitung des Rohkakaos und die Herstellung von Schokolade finden hauptsächlich in den westlichen Industrienationen statt.

Die Geschichte der Kakaobohne

Die Geschichte des Kakaoanbaus beginnt in Mittelamerika. Die Azteken kannten die Pflanze seit dem 14. Jahrhundert, wo sie als heilig galt und als Geschenk des Gottes Quetzalcoatl betrachtet und verehrt wurde.

Die aus der Frucht gewonnenen Bohnen wurden allerdings nicht nur als Opfergabe verwendet, sondern auch als Zahlungsmittel und zur Zubereitung eines herb-würzigen Getränkes, das mit dem heutigen Kakao geschmacklich gesehen nicht viel gemeinsam hatte.

Sein Name lehnt sich an den Gott an: Xocóatl. Das Getränk war eine Mischung aus Wasser, Kakao, Mais, Vanille und scharfem Pfeffer.

Als die spanischen "Conquistadores" 1519 Mexiko eroberten und die Azteken unterwarfen, entdeckten sie sehr schnell, dass ihnen Braunes Gold in die Hände gefallen war. In den Schatzkammern von Moctezuma II., des letzten aztekischen Königs, fanden die Spanier 25.000 Zentner Kakao. Wenn man bedenkt, dass ein Sklave zu dieser Zeit 100 Kakaobohnen kostete, war dies ein gewaltiger Reichtum.

Der Kakaobaum wurde vom Botaniker Carl von Linné (1707-1778) Theobroma, „Speise der Götter“, genannt.

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